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Kirche

Index Nr: 10 Objektart: Bild
Kurzbezeichnung: Christus bei Maria u
                           Martha
Heilige: Maria, Christus, Martha, Gottvater
Stil: Biedermeier
Datierung: 1838 bis 1838
Material: Leinwand
Technik: Ölmalerei auf Leinwand
Standort: Maria-Martha-Altar
Maße: Höhe/Länge: 420 cm Breite: 210 cm
Künstler: Jachimowicz Theodor Beschriftung: T: Jachimowicz 1838
Anmerkung Ikonographie:
MARTHA von Bethanien, 29. Juli (1)

VITA:
Martha ist die Schwester der Maria von Bethanien (Maria Magdalena) und des Lazarus. Sie bewirtete Jesus bei seinem Besuch, während ihre Schwester die Rolle der Zuhörerin innehatte (Lk 10,38-42). (2)
Mit Jesus geht sie zum Grab des Lazarus und bekennt ihren Glauben an ihn als Messias (Erweckung des Lazarus: Joh 11,1-45). In den Apokryphen taucht Martha als eine der Frauen auf, die zum Grab Christi gehen. In der aus Frankreich stammenden Legende fährt Martha mit ihren Geschwistern über das Meer nach Marseille und missionierte anschließend die Gegend um Aix. Im Rhônetal besiegte sie einen Drachen. Sie wirkte weitere Wunder und wurde der Legende nach in Tarascon begraben.

KULT:
Das Zentrum ihres Kults war vorerst Tarascon, wo 1187 angeblich ihre Gebeine entdeckt wurden. Auch in Nürnberg wurde eine Marthenkirche errichtet.

DARSTELLUNG:
Martha wird meist in einem schlichten, gegürteten Kleid abgebildet, als Hausfrau auch oft mit Schürze. Ebenso weisen die Attribute auf ihre Häuslichkeit hin - es sind dies Kochlöffel, Messerbesteck, Schüssel mit Speise und Kanne oder ein Schlüssel am Gürtel. Seit dem Spätmittelalter ist der bezwungene Drache zu ihren Füßen ein häufiges Attribut, das sich durch die Legende erklärt. Szenische Darstellungen stehen meistens im Zusammenhang mit biblischen Episoden (Christi Besuch bei Maria und Martha; Auferweckung des Lazarus, Gang zum Grabe Jesu); gelegentlich tauchen auch Szenen aus der Legende auf. Reine Marthenzyklen existieren seit dem 14. Jh. (3)

PATRONIN:
Martha ist Patronin vieler häuslichen Berufe (der Hausfrauen, Dienstmägde, Köchinnen und Wäscherinnen) und der Arbeiterinnen. Weiters ist sie Patronin der Gastwirte, Hospitalverwalter, der Maler und Bildhauer, der Sterbenden und bei Blutfluß. J. H.

1) Literatur: Engelbert Kirschbaum (Hrsg.), Lexikon der christlichen Ikonographie, Freiburg
    1968/94; Otto Wimmer, Hartmann Melzer, Lexikon der Namen und Heiligen, Innsbruck
    1988; Traugott Bautz, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon,
    Internet:www.bautz.de
2) Patristisches Beispiel für Vita activa und Vita contemplativa
3) Z. B. Glasmalereien in Nürnberg, St. Marthen, 1407; Flügelmalerei am Marientodaltar
    aus Langendorf, Breslau Diözesanmuseum, um 1420 u. a.
 
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