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Kirche

Index Nr: 13 Objektart: Plastik (Statue)
Kurzbezeichnung: Mondsichelmadonna Heiliger: Maria
Stil: Gotik spät
Datierung: 1520 bis 1550
Material: Holz
Technik: Bildhauerarbeit, polychrom gefaßt
Standort: Triumphbogenwand
Maße: Höhe/Länge: 142cm Breite: 60 cm  Tiefe: 30 cm
Künstler: zur Zeit nicht eruierbar
Anmerkung:
MARIA IMMACULATA, 8. Dezember

Die Geschichte der Ikonografie dieses Themas basiert zum einen auf den mariologisch gedeuteten Stellen des Alten und Neuen Testaments (v.a. Gen 3,15 und Lk 1,28). Das Konzil von Trient (1546) hatte eine verstärkte Marienverehrung zur Folge und führte zu einer Verbreitung der Immaculata Conception in der Kunst. Zum Dogma wurde die Lehre der Immaculata Conception schließlich am 8.12.1854 durch Papst Pius IX. erhoben. Die Immaculata Conception gehört zu den zu den Themen von polemischen, gegenreformatorischen Darstellungen und wird so als Siegerin über die Häresie
angesehen.

IKONOGRAFIEGESCHICHTE:
Die apokryphe Szene der Begegnung Marias mit Elisabeth an der Goldenen Pforte wird im 10. und 11. Jh. als Bild zum Fest der Empfängnis Marias gewählt. Es kommt in der westlichen Kunst zu zahlreichen Variationen des Themas. Vom 14. bis zum 16. Jh. werden legendäre Wundererzählungen, welche Maria als Immaculata Conception bezeugen, bildlich wiedergegeben. Zahlreiche Legenden berichten dabei über Maria als Siegerin über Satan. Wichtig für die Darstellungen wird auch die Stelle aus der Offenbarung des Johannes (12): Und es erschien am Himmel ein großes Zeichen: eine Frau umkleidet mit der Sonne, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von 12 Sternen..."

IKONOGRAFIE:
Im späten 15. Jh. wird Maria als Jungfrau, schwebend und mit gefalteten Händen, dargestellt. Dazu kann Gottvater mit dem Spruchband Tota pulchra es ...." wiedergegeben sein. Die Jungfrau Maria wird als die Braut (Sulammith, Schön wie der Mond, auserwählt wie die Sonne...") des Hohen Liedes charaktisiert und erhält die Züge des Apokalyptischen Weibs: bekleidet mit der Sonne (Strahlenkranz), die Mondsichel unter den Füßen und die Gloriole mit den 12 Sternen um das Haupt. Ebenso bezieht sich das Bild Marias als Siegerin über die Schlange auf diese Stelle. Satan ist dabei als der Drache der Apokalypse wiedergegeben, häufiger jedoch als Schlange. Maria auf der Mondsichel stehend zertritt der Schlange den Kopf. Schließlich entsteht im 17. und 18. Jh. der Typus der LA PURISIMA. Dabei ist Maria ohne Jesuskind einzeln dargestellt und schwebt lichtumstrahlt, auf der Mondsichel oder der Weltkugel stehend, im Himmel. Um die Weltkugel windet sich meist eine Schlange. Die Sternengloriole ist dabei oft undeutlich wiedergegeben In der DISPUTA sieht man Vertreter des Alten Testaments, Kirchenlehrer und Heilige unterhalb Marias, als Immaculata Conception, versammelt, wobei sie die
Vorzüge Marias bezeugen. P.K.

Literatur:
Heinrich und Margarethe Schmidt: Die vergessene Bildersprache der christlichen Kunst, München 1995; Hrgb. Engelbert Kirschbaum SJ, Lexikon der Christlichen Ikonographie (in 8 Bänden), Rom/Freiburg/Basel/Wien 1968 (1994); Hiltgart L. Keller, Reclam Lexikon der Heiligen und der biblischen
Gestalten, Stuttgart 1968 (1996); Verlag Traugott Bautz, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon;
Internet: www.bautz.de
 
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