Herzlich Willkommen in der Pfarre Gumpendorf

Kirche

Index Nr: 16 Objektart: Kirchenfenster
Kurzbezeichnung: Buntglasfenster Heilige: 1) Johannes,
            2) Maria, 3) Josef,
            4) Johanna Cäcilia von Rom,
            5) Julian Eymard, 6) Maria Vianney,
            7) Johannes von Nepomuk
Stil: Historismus, Späthistorismus
Datierung: Fenster Ende 19. Jh.
                Vianney- und Eymard-Fenster von  1959
Material: Glas
Technik: Glasmalerei
Standort: Nordfassade, Orgelempore Langhaus
              (2 x drei Stück)
Maße: Höhe/Länge: 250 cm Breite: 100 cm
          Motivgröße des großen Nordfensters: ca. 220 cm
Künstler: zur Zeit nicht eruierbar
Beschriftung:
Josefs - Fenster: Gewidmet von Leopoldine Just
Johanna - Fenster: SANCTA JOHANNA
Nepomuk - Fenster: SANCTUS JOHANNES  Gewidmet von Joh. Tomaschek
Vianney - Fenster: DER PFARRER VON ARS 1859
JOHANNES , MARIA, VIANNEY 1959
Anmerkung Ikonographie:
CÄCILIA VON ROM, Märtyrerin, 22. November (1)

VITA:
Cäcilia wurde um 200 in Rom geboren und stammte aus einem Adelsgeschlecht. Von Jugend an Christin bekehrte sie ihren Bräutigam Valerian. Dieser wurde zusammen mit seinem ebenfalls bekehrten Bruder Tiburtius vom hl. Papst Urban I. getauft. Valerian und Cäcilia weihten sich dem jungfräulichen Leben. (Als Valerian und Tiburtius während der Christenverfolgung Hingerichtete bestatteten, wurden sie selbst enthauptet. Zuvor bekehrten sie den wachhabenden Offizier Maximus, der ebenfalls zu Tode geprügelt wurde.) Der Präfekt Almachius wollte Cäcilia in Dämpfen ersticken, diese überstand die Marter jedoch unversehrt. Daraufhin sollte sie enthauptet werden. Nach 3 Schwerthieben überlebte sie noch 3 Tage und übergab ihr Vermögen der Kirche. Urban bestattete sie in der Calixtus - Katakombe.

KULT:
486 wird Cäcilia erstmals erwähnt. Das Fest ist im röm. Stadtteil Trastevere schon seit 545 nachgewiesen. Papst Paschalis entdeckte 821 ihren Sarg und ließ ihn in die über einem Bau des 5. Jhs. neu errichtete Kirche S. Cecilia in Trastevere bringen. Der Kult erlebte im 16. u. 17. Jh. einen starken Aufschwung. Ihr Sarg wurde 1595 geöffnet - eine von Stefano Maderna angefertigte Marmorfigur soll eine getreue Abbildung des unversehrten, gekrümmten Leichnams sein (auf der Seite liegend, den Kopf mit einem Tuch verhüllt, drei Finger der rechten Hand ausgestreckt als Bekenntnis zur Trinität. Plastik von S. Maderna, 1599, S. Cecilia, Rom).

DARSTELLUNG:
Cäcilia wird im üblichen Typus der Jungfrau bzw. Märtyrerin dargestellt (Attribute sind hier Krone, Lilie, Schwert, Palmzweig, gelegentlich Buch). Als individuelles Attribut treten der himmlische Blumenkranz und seit dem 15. Jh. die Orgel und auch andere Musikinstrumente auf. (2) In Gruppendarstellungen ist Cäcilia oft mit anderen Jungfrauen zu sehen, meistens aber mit den Gefährten ihrer Legende (Valerian, Tiburtius, Urban). Zur Legende existieren ausführliche Szenenfolgen, z. B. auf Wandmalereien in den Cäcilienkirchen in Rom, Trastevere (Ende 11. Jh.) und in Köln (um 1300).  Als Einzelszenen werden daraus oft Darstellungen des Martyriums bzw. Todes isoliert - so zum Beispiel die Erwartung der Enthauptung. Nach der Öffnung des Sarges 1599 finden sich auch Darstellungen der toten Cäcilia in der angebl. authentischen Körperhaltung, die durch Maderna überliefert ist. (Siehe unter
)

PATRONIN:
Cäcilia ist Patronin der Dichter, Musiker, Sänger, sowie der Instrumentenmacher und Orgelbauer, ebenso der Kirchenmusik. J.H.

1.) Literatur: Wolfgang Braunfels (Hrsg.), Lexikon der christlichen Ikonographie, Freiburg 1974; Otto
     Wimmer, Hartmann Melzer, Lexikon der Namen und Heiligen, Innsbruck 1988; Traugott Bautz,
     Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon,
     Internet:
www.bautz.de/bbkl

2.) Die Attribute bzw. Patronate zur Musik beruhen auf einem Übersetzungsfehler, wonach sie bei ihrer
     Hochzeit selbst die Orgel gespielt haben soll.


JOHANNES MARIA VIANNEY, 4. 8. (1)

VITA:
Johannes Maria wurde am 8. Mai 1786 in Arssur - Formans (nördlich von Lyon) geboren. In Zeiten der französischen Revolution, als Katholiken Verfolgungen erleiden mußten, erhielt er geheimen Religionsunterricht. Schon früh wollte Vianney Priester werden, allerdings entsprach er keineswegs den geistigen Anforderungen - er hatte Schwierigkeiten, die lateinische Sprache zu erlernen, und mußte schließlich auch das Priesterseminar wieder verlassen. Der Pfarrer des kleinen Ortes Ecully erkannte aber die Berufung Vianneys und kümmerte sich um ihn. 1815 konnte Johannes Maria die Priesterweihe empfangen. Man übertrug ihm die ziemlich heruntergekommene Pfarre von Ars. Durch sein Charisma sowie durch unerschöpfliche Geduld hatte er das Dorf umgewandelt.
Volksmassen strömten zu seinen Predigten. So wurde der Pfarrer von Ars", wie er nur mehr genannt wurde, sogar zum Ehrendomherr und 1855 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Johannes Maria lebte äußerst asketisch. Er besaß auch die Gabe der Krankenheilung und der Prophetie. Kurz vor seinem Tod gründete er ein Waisenhaus und eine Mädchenschule. Im Alter von 73 Jahren starb er am 4. 8. 1859.

KULT:
Über der alten Kirche von Ars wurde eine Basilika errichtet, in der die Gebeine des Pfarrers in einem Bronzeschrein ruhen. Papst Pius XI. sprach den Geistlichen am 31. Mai 1925 heilig.

DARSTELLUNG:
Nach authentischen Bildnissen wird Johannes Maria als Pfarrer in Rochett und mit Stola abgebildet.

PATRON:
Seit 1929 ist Johannes Maria Vianney Patron aller Pfarrer.

Literatur: Vera Schauber, Hanns Michael Schindler, Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001


JOHANNES VON NEPOMUK,
Märtyrer, Hl., 16.5. (19)

VITA:
Johannes von Nepomuk wurde um 1350 in Pomuk (heute Nepomuk) in Südböhmen vermutlich als Sohn eines Welflin (o. Wölflin) geboren. Über seine Jugend ist kaum etwas bekannt. Er erscheint erstmals um 1370 als öffentlicher Notar und Kleriker in Diensten des Erzbischofs Johann Ocko von Vlasìm. 1374 stieg er zum ersten Notar der erzbischöflichen Kanzlei auf und im Jahre 1380, in dem er die Priesterweihe empfing, wurde er Sekretär des Erzbischofs Johann von Jenstein. Danach widmete er sich dem Studium der Rechte in Prag und Padua, das er 1387 abschloß. Nach seiner Rückkehr in die Heimat erhielt er als Generalvikar eine leitende Funktion in der Erzdiözese Prag. Doch Johannes zog sich den Hass König Wenzels IV. auf sich - vermutlich waren die Exkommunikation eines königlichen Günstlings und die Bestätigung eines dem König nicht genehmen Kandidaten als Abt eines Klosters die Ursachen -, was schließlich nach grausamer Folter zu seiner Ermordung führte. Am Abend des 20.3.1393 wurde er von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt. Einer Legende von 1433 nach geschah dies wegen standhafter Wahrung des Beichtgeheimnisses. Er soll sich geweigert haben, als Beichtvater der Königin Johanna das Beichtgeheimnis zu brechen. Nach der Legende findet sein Tod aber erst am 16.5. statt - an dem Tag, der bis heute als sein Festtag gefeiert wird. In der Legende sind noch weitere außergewöhnliche Begebenheiten geschildert; v.a. ein Lichtwunder bei seiner Geburt und das Austrocknen der Moldau bei seinem Tod.

KULT:
Sein Grab befindet sich im Prager Veitsdom. Dessen Verehrung ist seit der Mitte des 15. Jh. überliefert. 1719 wurde seine unverweste Zunge aufgefunden, 1721 fand seine Seligsprechung und 1729 die Kanonisation als erster Märtyrer des Bußsakraments durch Papst Benedikt XIII. statt. Als Landes- oder Stadtpatron wird er u.a. von Böhmen, Salzburg, Seckau, Santander und Prag verehrt. Er ist Patron des Beichtgeheimnisses, der Sterbenden, Schiffer und Flößer. Er wird gegen Wassergefahren, Bruch der Brücken und üble Nachrede angerufen. Der Heilige erfreut sich besonders in der Volksfrömmigkeit größter Beliebtheit. So finden ihm zu Ehren Prozessionen und Lichterschwimmen" statt.

IKONOGRAFIE - DARSTELLUNG:
Wie in dem Standbild auf der Prager Karlsbrücke von 1683, das unzählige Nachbildungen hervorrief, wird er immer als Priester mit Talar, Chorrock, hermelinbesetztem Schultermantel oder Kragen und mit Birett dargestellt. Attribute sind Kreuz und Märtyrerpalme in der Hand, oft hält er als Bewahrer des Beichtgeheimnisses seine Finger an den Mund. Häufig wird er auch mit einem 5-Sterne-Nimbus ausgestattet (diese zeigten über der Moldau an, wo sich der Leichnam befand bzw. verweisen sie auf die 5 Buchstaben des lateinischen Wortes tacui' = ich schwieg). Manchmal wird er auch mit Zunge dargestellt (dieses unverweste Gewebestück, das man 1719 für seine Zunge hielt, hat man 1973 als eingetrocknetes Hirngewebe identifiziert). In Szenen seines Lebens und Martyriums wird er v.a. beim Brückensturz in die Moldau gezeigt. A.P.

Literatur: Kirschbaum, E., Braunfels, W. u.a. (Hrsg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, 8 Bde, Freiburg 1968-1976; Wimmer, O.: Kennzeichen und Attribute der Heiligen, Innsbruck 2000; Wimmer, O., Melzer, H.: Lexikon der Namen und Heiligen, Innsbruck - Wien 1988;


JOSEPH von Nazareth,
Nährvater Jesu, Hl., 19.3.

VITA - LEGENDE:
Joseph (hebr. Gott hat hinzugefügt'), dessen Geschichte in den Evangelien erzählt wird, stammte aus dem Geschlecht Davids, aus dem nach dem Zeugnis des AT der Messias hervorgehen werde, und lebte in Nazareth als Zimmermann. Er verlobte sich nach apokrypher Überlieferung als 80-jähriger Mann mit der Gottesmutter Maria. Als er erfährt, daß Maria schwanger ist, zweifelt er an ihrer Treue, ein Engel klärt ihn aber im Traum über den wahren Sachverhalt - sie sei vom heiligen Geist" schwanger - auf und befiehlt ihm, das Kind Jesus zu nennen. Eine von den Römern angeordnete Volkszählung veranlaßt ihn, mit der schwangeren Maria nach Betlehem zu ziehen, wo Jesus schließlich auf die Welt kommt. Danach müssen sie nach Ägypten fliehen, um dem von Herodes, der um seine Macht fürchtete, befohlenen Kindermord zu entgehen. Als Herodes 4 n.Chr. stirbt, können sie zurückkehren und sich in Nazareth niederlassen. Seine letzte Erwähnung findet Josef, als er und Maria den 12-jährigen Jesus im Tempel -diskutierend mit den Schriftgelehrten - vorfinden. Josef dürfte vor der Taufe Christi gestorben sein. Eine später öfters dargestellte Legende aus dem im 2. Jh. entstandenen Jakobusevangelium berichtet von der Brautwerbung Josefs. Demnach war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einen Mann heiraten, der sie nicht berühren würde (sogen. 'Josephs-Ehe'). Alle Bewerber waren Witwer und wurden dazu aufgefordert, einen Stab auf den Altar des Tempels zu legen. Der Stab Josefs grünte und erblühte, außerdem setzte sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinen Kopf.

KULT- PATRON:
Die Verehrung Josefs wurde im Abendland gehemmt durch sein im Mittelalter juristisch schwer verständliches Vaterschaftsverhältnis, seine Teilhabe an der Inkarnation und die Natur seiner Ehe mit Maria. Im 15. Jh. nahm seine Verehrung, die besonders von Bettelorden gefördert wurde, zu und findet größte Verbreitung.
Er gilt als Ehemann Marias und Vater Christi und ist gleichzeitig defensor virginitatis der Maria, worin seine Jungfräulichkeit begründet liegt. Seit dem 10. Jh. gilt der 19. März als Gedenktag, festgeschrieben im römischen Kalender wurde dieser aber erst 1621 von Papst Gregor XV. 1714 wurde von Papst Clemens XI. dieser Tag zum Festtag für die gesamte katholische Kirche. Schließlich ernannte ihn Papst Pius IX. 1870 zum Patron der ganzen katholischen Kirche". Daneben ist er Patron zahlreicher Länder u. Landesteile     (u.a. Mexiko, Kanada, Peru, Böhmen und Österreich, Tirol, Steiermark, Kärnten). Außerdem ist er Patron der Eheleute, Familien, Jugendlichen, Waisen und der Jungfräulichkeit. Weiters der Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Schreiner, Totengräber, Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisenden, Verbannten und Sterbenden. Er wird angerufen bei Augenleiden, in Versuchungen und Verzweiflung, bei Wohnungsnot und für einen guten Tod.


IKONOGRAFIE - DARSTELLUNG:
Josef wird als reifer, bärtiger Mann in bürgerlicher Kleidung (15./16. Jh.) oder antiker Tracht (Barock) dargestellt. Seine Attribute sind Stab (Wanderstab oder blühender Stab) oder Lilie als Symbol seiner Jungfräulichkeit und zumeist trägt er das Jesuskind auf dem Arm. Manchmal wird er auch mit Zimmermannswerkzeug als Verweis auf seine bürgerliche Existenz gezeigt. Szenische Darstellungen mit ihm - etwa die Geburt Christi oder die Flucht nach Ägypten - stehen fast immer im Zusammenhang mit dem Marienleben oder der Kindheit Jesu. Weiters ist er auf Bildern mit der hl. Familie und der hl. Sippe zu sehen. Einzelszenen mit Josef beziehen sich v.a. auf das vorbildhafte Familienleben, auf seine Arbeit in der Werkstatt und auf seinen Tod. A.P.

Literatur:
Kirschbaum, E., Braunfels, W. u.a. (Hrsg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, 8 Bde, Freiburg 1968-1976; Keller, H. L.: Reclams Lexikon der Heiligen und biblischen Gestalten, Stuttgart 1987; Bocian,   M.: Lexikon der biblischen Personen, Stuttgart 1989; Ökumenisches Heiligenlexikon.
Internet:
www.heiligenlexikon.de

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