Herzlich Willkommen in der Pfarre Gumpendorf

Kirche

Index Nr: 6 Objektart: Bild
Kurzbezeichnung: Taufe Christi Heiliger: Johannes der Täufer,
             Christus, Gottvater
Stil: Spätbarock
Datierung: 1780
Material: Leinwand
Technik: Ölmalerei auf Leinwand
Standort: Johannesaltar
Maße: Höhe/Länge: 493 cm, Breite: 248 cm
Künstler: Schmidt Martin Johann, gen.
             "Kremser Schmidt"
Beschriftung: Mart. Joh. Schmidt 1780
Anmerkung:
TAUFE CHRISTI (1)

Quellen: Bei der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer - geschildert in den Evangelien Mt 3,13-17; Mk 1,9-11; Lk 3,21 und Joh 1,29-34 - erfüllt Christus "alle Gerechtigkeit", was von Gott verordnet worden war. Somit erfolgt die Erklärung Gottes, daß Christus der geliebte Sohn ist, an dem er "sein Wohlgefallen" hat. Bestätigt wird dies durch das Herabkommen des Heiligen Geistes. Der messianische Auftrag Jesu wird offenbar. Die Patristik betont vor allem die Offenbarung der göttlichen Dreifaltigkeit bei der Taufe. Aus dem Alten Testament werden der Taufe Jesu am häufigsten der Durchzug durch das Rote Meer bzw. die Kundschafter mit der Traube typologisch gegenübergestellt.

Darstellung: Eine Bildtradition reicht bis in die Anfänge der christlichen Kunst zurück  (z. B. Katakombenmalerei in der Lucinagruft, Rom, Ende 2. Jh.). Bereits die frühchristliche Kunst zeigt die Niederkunft des Heiligen Geistes in Form einer Taube und Johannes als alten, bärtigen Mann. Jesus ist in den Wassern des Jordan zu sehen. Im 5./6. Jahrhundert wird die ursprünglich auf zwei Figuren reduzierte Ikonographie erweitert: aus den Wolken taucht die lichtspendende Hand Gottes auf; Engel assistieren am Ufer und reichen Jesus ein himmlisches Gewand; weiters ist häufig eine Personifikation des Jordan als Flussgott nach antikem Vorbild zu sehen. Johannes wird als Asketengestalt durch einen Fellmantel gekennzeichnet.

Diese Darstellungsweise lebt bis ins Mittelalter fort. Erst ein Wechsel des Taufritus im 14. Jh. bringt eine Veränderung. Der Täufling taucht nun nicht mehr unter, sondern wird aus einer Schale, Kanne oder Muschel begossen. Dieses Bildmotiv setzt sich im ganzen Abendland anstelle des Handauflegens durch Johannes den Täufer durch.
In der Barockzeit bleiben die Darstellungen dann oft wieder auf die zwei Hauptfiguren beschränkt - der trinitarische Bezug tritt in den Hintergrund. Die Wasserbegießung bleibt bezeichnend. Plastische Taufgruppen sind oft auf dem Deckel von Taufbecken postiert. Parallel existieren jedoch auch vielfigurige Darstellungen, bei denen eine große Schar an Taufanwärtern der Szene beiwohnt. J.H.

(1) Literatur: Lexikon der christlichen Ikonographie, Bd. 4, Hrsg. Engelbert Kirschbaum,
Freiburg i. Br., 2. Auflage 1994
 
Startseite | Infos | Sakramente | Historisches | Gottesdienste | Seelsorger | Kanzlei | Pfarrgemeinderat | Ausschüsse | Gruppen |

Links | Kalender | Kontakt | Impressum | Allgemeines