Herzlich Willkommen in der Pfarre Gumpendorf

Kirche

Index Nr: 9 Objektart: Bild
Kurzbezeichnung: Anbetung der
                           Könige
Heilige: Maria, Josef, Christus, Drei Könige
Stil: Renaissance
Datierung: um 1600
Material: Leinwand
Technik: Ölmalerei auf Leinwand
Standort: Langhaus, 3. Joch links
Maße: Höhe/Länge: 440cm Breite: 220 cm
Künstler: Castofranco, Cosmas da
Anmerkung Ikonographie:
DREI KÖNIGE
(Kaspar, Melchior und Balthasar), Transl. 3.7.(1)

GESCHICHTE:
Die Drei Könige werden als "Weise aus dem Morgenland" in der Kindheitsgeschichte Jesu im Matthäusevangelium (Mt 2) genannt. Die Zahl ist hier noch nicht auf drei festgelegt.(2)
Ihre Geschenke (Weihrauch, Gold und Myrrhe) sprechen dafür, daß es sich bei ihnen am ehesten um Astrologen (Magier) aus dem arabischen Raum handelt. Ein Stern wird von ihnen als Zeichen der Geburt des Königs der Juden gedeutet. Sie ziehen nach Jerusalem, um ihn zu suchen. König Herodes der Gr. hört davon und bittet die drei Weisen zu sich. Diese sollen ihm davon berichten, wenn sie das Kind gefunden haben, damit auch er es anbeten könne. In Wahrheit fürchtet Herodes nur einen Konkurrenten, den es aus dem Weg zu schaffen gilt.
Ein Stern leitet die Drei Könige nach Bethlehem, wo er über einem Haus, in dem sich das Kind aufhält, stehen bleibt. Sie huldigen ihm und übergeben ihre Geschenke. In einem Traum erhalten die Könige die Weisung, nicht nach Jerusalem zu König Herodes zurückzukehren, so daß sie einen anderen Heimweg wählen.

KULT:
Als Heilige werden die Drei Könige nicht offiziell verehrt, ihr Kult ist aber kirchlich geduldet. Die Reliquien wurden 1158 in Mailand gefunden und 1164 nach Köln überführt. Dort entstand ein Kult, der außerhalb Kölns nie anerkannt wurde. Das Epiphaniefest am 6. 1. wurde mit der Zeit ein ausgesprochenes Dreikönigs-Fest, der Todestage (Caspar 1. 1., Melchior 6. 1., Balthasar 11. 1.) wurde einzeln gedacht und ein gemeinsames Fest am 12. 1. gefeiert. Sie sind auch Stadtpatrone von Köln. Generell hat sich im ländlichen Raum ein starker Volksglaube entwickelt. Die Drei Könige gelten als Patrone der Reisenden, Pilger, Kürschner und Gasthäuser und werden gegen Feuer, Feldschaden und Dämonen (Perchtenlauf) angerufen. Ihre Schutzfunktion zeigt sich auch im Brauch, am Vorabend des Ephaniastages (6.1.) die Türen mit C+B+M und der Jahreszahl zu versehen. Volkstümlich als die Anfangs-Buchstaben der legendären Namen der Könige gedeutet, meinen sie eigentlich den Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus). Weiters bezieht sich auch das seit dem Mittelalter bekannte und verbreitete 'Sternsingen' auf die Drei Könige.

IKONOGRAFIE - DARSTELLUNG:
Seit frühchristlicher Zeit werden die Drei Könige als reichgekleidete Orientalen mit phrygischer Mütze, Turban oder Krone, sowie mit Zepter und Geschenken in den Händen dargestellt.
Vom 12. Jh. an treten die Könige als Symbole der 3 Lebensalter aber auch der drei damals bekannten Erdteile (Asien, Afrika, Europa) auf. Die Könige werden zumeist auf dem Zug nach Bethlehem oder bei der Anbetung des Jesuskindes dargestellt, aber nur sehr selten alleine auf Altären. A.P.

1) Literatur: Kirschbaum, E., Braunfels, W. u.a. (Hrsg.): Lexikon der christlichen
    Ikonographie, 8 Bde, Freiburg 1968-1976; Keller, H. L.: Reclams Lexikon der
    Heiligen und biblischen Gestalten, Stuttgart 1987; Bocian, M.: Lexikon der
    biblischen Personen, Stuttgart 1989;
2) Wahrscheinlich wegen der Zahl ihrer Geschenke wird seit Origines (3. Jh.)
    von 3 Männern gesprochen. Erst viel später, nämlich endgültig von Caesarius
    von Arles im 6. Jh., werden sie als Könige bezeichnet und das 9. Jh. verleiht
    ihnen die Namen Caspar, Melchior und  Balthasar. Seit dem 12. Jh. wird
    Caspar als Mohr gedacht.
 
Startseite | Infos | Sakramente | Historisches | Gottesdienste | Seelsorger | Kanzlei | Pfarrgemeinderat | Ausschüsse | Gruppen |

Links | Kalender | Kontakt | Impressum | Allgemeines